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Caius van Quinzel
Beiträge: 14 | Zuletzt Online: 01.12.2018
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28.11.2018
Geschlecht
keine Angabe
    • Caius van Quinzel hat einen neuen Beitrag "Lonely Island Urlaubsresort" geschrieben. 01.12.2018

      "Lonely Island.. hübsch ist es hier" dachte Caius während er über die Insel hinein in eines der Hotels lief. Die Sonne schien und das Wetter ist außerordentlich gut gewesen. Nicht das er sich sonderlich für derlei Dinge interessierte oder sie zu schätzen wusste. Selbst sein gedanklicher Urteil über die Insel als solches, war nicht mehr als eine Feststellung. Schöne Ortschaften gaben Caius nichts. Sie erfüllten ihn nicht mit Freude aber sie störten ihn auch nicht. Er nahm es eher als das wahr was es eben gewesen ist doch darüberhinaus? Deshalb wunderte es wohl weniger, dass er abgesehen vom ersten, prüfenden Blick, seiner Umgebung keine sonderliche Aufmerksamkeit zu Teil werden ließ. Dafür überlegte er bereits was er wohl mit dem Tag so machen könne. Lonely Island ist schließlich ein Paradies für Urlauber gewesen und auch ein Caius van Quinzel schaltete hin und wieder gerne ab. So sehr er Chaos liebte und gewiss selbst an diesem Ort seine Spielchen treiben sollte, würde er die Ruhe durchaus zu schätzen wissen. Kurzerhand trat er hinein in das Hotel und lief direkt zur Rezeption, ohne dabei die Räumlichkeiten mit einem Blick zu würdigen. Er wollte am liebsten seine Sachen einfach nur los werden, das Schleppen seines Koffers nervte ihn so langsam. Obwohl hinter dem Tresen eine ansehnliche Dame mit einem kleinen Tierchen stand und er direkt mit ihr hätte reden können, erlaubte er sich eine kleine Albernheit und betätigte die kleine Glocke mit der Kunden für gewöhnlich auf sich aufmerksam machten, wenn eben kein Angestellter in Sichtweite war. Mit einem amüsierten Grinsen auf den Lippen, erhob er dann doch seine Stimme. "Tag die Dame, ich würde gerne ein Zimmer beziehen" hörbar stellte er seinen Koffer neben sich ab. "Und es wäre schön wenn mir jemand dieses Teil abnehmen kann"

    • Caius van Quinzel hat einen neuen Beitrag "Bar (zum Kartenspieler)" geschrieben. 30.11.2018

      Interessiert lauschte er seiner Gesprächspartnerin. Sie fand seine kleine Bemerkung offenbar erheiternd, für den Bruchteil einer Sekunde schienen seine Mundwinkel mehr als zuvor nach Oben zu zucken. »Sie gehen so offen mit ihrem Alter um, das ist erfreulich. Können ich gar nicht vorstellen wie langweilig diese Frauen werden die daraus so ein Geheimnis machen« Caius verdrehte sein Auge, ob er damit zu scherzen gedachte oder es ernst meinte, blieb ein Rätsel. »Ich für meinen Teil stamme aus dem Westblue und bin ein Jahr jünger als Sie es sind« erklärte er, während seine Hand zum Glas griff und eben dieses zu seinem Mund führte, bevor er jedoch das Wasser trank, setzte er ab und richtete erneut das Wort an Run. »Wo wir so offen reden, womit verdienen Sie ihr Geld?« erst dann genehmigte er sich den Schluck, gab ihr somit Zeit zum Antworten, ehe er das Getränk zurück auf den Tisch stellte und sich entspannt auf seinen Stuhl zurück lehnte. »Da wir dabei sind, keine falsche Scheu, fragen Sie mich was immer Sie fragen wollen. Meine Erscheinung bietet sicher genügend zum spekulieren« ein wissendes Lächeln wurde seinem Gegenüber geschenkt. Immerhin saß vor ihr ein Mann mit nur einem Auge und nur einem Bein, da boten sich zumindest zwei Dinge die zum nachfragen sich lohnten. »Heißt natürlich nicht, dass ich auch ehrlich antworte« führte Caius aus, während er sich nach vorne lehnte und sie neckisch angrinste. Bei ihm konnte man sich eben nie sicher sein, dass das was er sagte auch der Wahrheit entsprach. Gerne erlaubte er sich einen Spaß, log und erzählte irgendeinen Schwachsinn. Hin und wieder kamen auch ehrliche Worte über seine Lippen, wie mit seinem Alter oder dem Blue aus welchem er stammte.

    • Caius van Quinzel hat einen neuen Beitrag "Bar (zum Kartenspieler)" geschrieben. 29.11.2018

      Belustigt sah Caius an ihr vorbei. »Nicht du, ich red mit ihm da« und nickte mit seinem Kopf in Richtung eines Mannes welcher zwischen einer Gruppe von Menschen saß und sich einen Humpen Bier in den Rachen kippte. »Fufufufu natürlich rede ich mit Ihnen« das sie eine solche Frage stellte amüsierte ihn sichtlich. »Nun wie wäre es für den Anfang denn mit etwas einfachem« nachdenklich legte er seinen Kopf schief, während das Spiel weiter ging. »Eine Dame, vor allem solch eine ansehnliche, fragt man nicht nach dem Alter. Wie wäre es also damit« lächelnd fixierte er mit seinem goldenen Auge nun die seiner Gesprächspartnerin. »Von wo stammen sie?«

    • Caius van Quinzel hat einen neuen Beitrag "Gleich Mal rein haun :3 " geschrieben. 29.11.2018

      Okay, bin gespannt ^^

    • Caius van Quinzel hat einen neuen Beitrag "Bar (zum Kartenspieler)" geschrieben. 29.11.2018

      »Sehr gut« entgegnete Caius erfreut und fing damit an die Karten zu verteilen. »Die Runde bin ich das Haus« erklärte er, da es beim Blackjack immer einen Geber der Karten gab der für gewöhnlich das Haus darstellte wie man es im Casino eben üblicherweise bezeichnete. »Erzählen Sie mir etwas von sich« fing er während des Spielens ein Gespräch mit Run an.

    • Caius van Quinzel hat einen neuen Beitrag "Caius van Quinzel" geschrieben. 29.11.2018

      Ähhh also.. könnte ich eher so ne kurze Zusammenfassung schreiben, was so passiert ist in seiner Vergangenheit? Die wichtigen Stellen fett markieren.. puh ich wüsste gar nicht wo ich da anfangen sollte und was im Kontext dann wichtig/unwichtig ist :'D

    • Caius van Quinzel hat einen neuen Beitrag "Bar (zum Kartenspieler)" geschrieben. 29.11.2018

      Run sprach wahre Worte und das wusste Caius aus erster Hand. Sein Vater oder Erzeuger wie er ihn er betitelte ist ein Säufer gewesen wie er im Buche stand. Gewiss versuchte er damit Frust, Hass sowie Trauer zu ertrinken doch ab einen gewissen Punkt trank man nur noch des Trinkens wegen und kümmerte sich einen scheißdreck um seine Mitmenschen. Eben genau aufgrund dieser miserablen Erfahrung welche er eins machte, verabscheute Caius dieses Gesöff. Dagegen konnte er einfach nichts ändern, die Abneigung saß ihm tief in den Knochen. »Da haben Sie wohl Recht. Am besten stellt man sich seinen Problemen und sieht was passiert. Es mag einen gar verändern doch einfach die Augen verschließen, mit Alkohol zu versuchen zu verdrängen? Mhm neee« schloss er seine Gedanken zu dem Thema. Was das Auffallen betraf auch dort konnte Caius der Dame nur zustimmen. »Wie Sie sagen, manchen liegt es im Blut, den Anderen nicht doch beides hat seinen Nutzen. Am Ende muss man wohl mit sich selbst im Reinen sein« einen weiteren Schluck aus seinem Wasser nehmend, ging er nun zu dem Tisch mit den Karten. Run folgte ihm dabei, setzte sich zu ihm und erkundigte sich über das Spiel welches er spielen wollte. »Was halten Sie von Blackjack? Beherrschen Sie dies, wenn nicht können wir auch etwas anderes spielen« während er auf eine Antwort wartete, griff er zum Deck und begann es bereits durchzumischen.

    • Caius van Quinzel hat einen neuen Beitrag "Bar (zum Kartenspieler)" geschrieben. 29.11.2018

      Amüsiert begann Caius über die Erklärung zu Schmunzeln. »Geht das nicht den Meisten so?« da ist etwas dran gewesen. Viele Menschen waren im betrunkenen Zustand recht nervig, zumindest für ihre nüchternen Kollegen. Sie redeten viel, sprachen vor allem Schwachsinn, sind schwerlich zu verstehen gewesen und hatten die schrägesten Ideen. Letzteres empfand Van Quinzel als gar nicht so schlimm. »Jewel also.. ein kleiner Juwel der hier neben mir sitzt. Dann bringen wir wohl gemeinsam diesem Laden die nötige Klasse« kam es charismatisch über seine Lippen. »Da haben Sie ein gutes Auge« zustimmend nickte er zu ihrer Äußerung bezüglich seiner Wahl der Kleidung. »Wobei ich es weniger darauf anlege als einfach nur das mache was mir ohnehin Freude bereitet.. die Aufmerksamkeit ergibt sich in der Regel von ganz allein« Caius zuckte mit den Schultern, nahm einen weiteren Schluck aus seinem Glas. »Was halten Sie von einem kleinen Spielchen, Miss Jewel?« deutend nickte er auf eine Ecke des Raumes von der sich gerade eine kleine Gruppe entfernte. Sie saßen vorher an einem Tisch, spielten Karten. Eben dieses Kartendeck ließen sie zurück, während sie nun die Bar verließen. »Dachte, eine Partie könnte nicht schaden und dabei können wir uns näher kennenlernen« ein vielsagendes Lächeln wurde ihr zu Teil, ehe er sich von seinem Hocker erhob und abwartete, ob die Dame ihn folgen würde.

    • Caius van Quinzel hat einen neuen Beitrag "Bar (zum Kartenspieler)" geschrieben. 28.11.2018

      »Oh seien Sie sich da nicht so sicher.. meine Wenigkeit interessiert sich sehr für die Seiten der Menschen die sie so ungerne ans Tagelslicht bringen möchten« entgegnete er auf ihre Worte. Das stimmte durchaus, vor allem Chaos vermochte es das wahre Selbst der Leute zum Vorschein zu bringen, zumindest ist dies seine Wahrnehmung gewesen. »Mhm?« kam es im fragenden Tonfall bis er einmal an sich herunter sah. »Oh.. fufufu« musste er dann doch auflachen, hatte die Dame zu seiner Seite doch durchaus einen validen Punkt und das man ihn dann doch so direkt darauf ansprach, wusste ihn zu erheitern. »Stimmt, da haben Sie wohl Recht« just in dem Augenblick stellte der Barkeeper das Glas Wasser auf den Tresen. Dieses zu sich ziehend, beäugte er ein weiteres Mal seine Gesprächspartnerin. »Jedoch tut etwas Klasse dem Ambiente gut« er zwinkerte oder tat das, was bei einem Einäugigen mit Augenklappe dem Zwinkern am nächsten kam. Lange blinzeln. »Um also ihre Frage zu beantworten, nein es gibt keinen besonderen Anlass für meine Kleidungswahl, ich trag es einfach gerne« das war nur zum Teil wahr. Er mochte durchaus Anzüge zu tragen aber ihm ging es außerdem um den Kontrast. Ein Gentleman, so höflich und adrett wie er wirkte aber hinter dieser äußeren Fassade lag ein irres Monster, jemand der ohne zu zögern tötete und einfach zu seiner Unterhaltung Chaos säte. Es war die Ironie seiner äußerlichen Darstellung gepaart mit seinem Wesen, welches ihn amüsierte und weswegen er weiterhin so förmlich redete und sich anzog. »Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Caius der Name. Caius van Quinzel« somit reichte er der Frau seine Hand, nur um danach das Glas zu umgreifen und sich einen Schluck vom kühlen Nass zu gönnen. »Ahhh wie erfrischend«

    • Caius van Quinzel hat einen neuen Beitrag "Bar (zum Kartenspieler)" geschrieben. 28.11.2018

      Ruhigen Schrittes machte Caius sich auf in die Bar welche den so klangvollen Namen “Zum Kartenspieler” trug. || Wollen wir doch mal schauen wer der echte Spieler ist || dachte er schmunzelnd während er unter dem Schild des Etablissements lief und die Tür aufschwang. Kurz streifte sein goldenes Auge über die Inneneinrichtung, der Laden war gefüllt, nicht brechend gefüllt aber es fanden sich einige Leute darin wieder. Ohne Umschweife trat er hinein und lief geradewegs zur Theke. Der Durst saß tief in ihm, die Kehle hatte seit längerem nichts flüssiges zu spüren bekommen. Einer der Gründe weshalb er überhaupt erst diese Bar betrat. Für gewöhnlich waren diese Ortschaften weniger sein Ding, er konnte Alkohol einfach nicht ausstehen und dies hatte gute Gründe. Zum Glück gab es mehr als nur Bier oder Rum was man dort hätte trinken können. »Ein Wasser, gekühlt wenn ich bitten darf« forderte er den Barkeeper auf ehe er sich auf den Hocker an der Theke setzte. Dabei öffnete er die Knöpfe seines gelben Jackets, damit er es entsprechend bequem hatte. Erneut streifte sein Augenmerk das Innere, dieses Mal beäugte er überwiegend die anderen Menschen und ja, er stellte fest auf jeden Fall overdressed zu sein. Anzug und Fliege fand man wohl eher selten in solchen Spelunken wieder doch dies störte ihn nicht, es kümmerte Cas nicht im geringsten. Seinen Zylinder, der deutlich zu klein für seinen Kopf war, richtend schenkte er der Dame welche mit ihm an der Theke saß seine Aufmerksamkeit. »Sie sind wohl kein Fan von Alkohol« damit kommentierte er direkt die Wahl ihres Getränkes und dies mit einem leicht verschmitzem Lächeln auf den Lippen. »Versteh ich, geht mir ähnlich« ansonsten hätte er sich wohl kein Wasser bestellt. Welchen Eindruck Van Quinzel wohl auf seine Mitmenschen machte? So adrett gekleidet aber mit der Farbe Gelb? Dazu der zu kleine Zylinder, die Augenklappe und wer genau hinsah bemerkte auch eine Prothese an seinem rechten Bein. Er wirkte wie eine seltsame Mischung aus Gentleman und Irrer und... Pirat.

    • Caius van Quinzel hat einen neuen Beitrag "Gleich Mal rein haun :3 " geschrieben. 28.11.2018

      Heyho ^^
      Dachte ich melde mich mal auf dein Pairing Gesuch. Hab mir deinen Char angesehen und finde den echt interessant, dachte falls du Interesse hast, können wir demnächst miteinander posten und schauen ob die Chemie der Chars zusammenpasst : )

    • Caius van Quinzel hat einen neuen Beitrag "Caius van Quinzel" geschrieben. 28.11.2018

      Vergangenheit Teil 2: Während der restlichen Heimfahrt, würdigte Henry seinen Sohn keines Blickes. Für ihn war er die größte Enttäuschung seines Lebens. Der Grund weshalb alles schief lief und jetzt hatte er es sogar geschafft, das Leben welches sie führen mussten zu ruinieren. Wenn der Plan, seinen Sohn abzugeben, da er die Teufelskraft nun hat, nicht aufging, wusste er nicht was er dann tun solle. Caius selbst weinte still und für sich. Die Tränen liefen ihm über sein Gesicht. Es war seine Schuld, er hatte alles zunichte gemacht und jetzt musste sogar sein Vater ihn weggeben. Es dauerte jedoch nicht lange, da wandelten sich seine Tränen und die Trauer in Wut und Hass seinem Vater gegenüber. Wegen ihm hatte er solchen Hunger, weil er all sein Geld verprasste, sich nicht um ihn kümmerte und jetzt wollte er ihn sogar weggeben, nur damit er selber noch heil aus der Sache raus kam. Schließlich kamen die Schmuggler am Hafen von Newport an, wo sie dem dortigen Kontaktmann vom Casino die Situation schilderten. Dieser konnte jedoch keine Entscheidung treffen und rief seinen Boss an und erklärte was passiert ist und erzählte vom Angebot, welches die Schmuggler machten. Die Reaktion vom Geschäftsführer viel recht ruhig und entspannt aus. Er wollte die Angelegenheit lieber persönlich und nur mit Henry und Caius klären. Die anderen Schmuggler konnten ihrer Wege ziehen. Deshalb machten sich die beiden auf den Weg zum Casino um Mr. Carvati, dem Besitzer des Zunders und Auftraggeber, seiner Bitte nachzukommen.Dort angekommen, wurden sie sogleich in das Büro vom Chef geleitet. Es war ein riesiger Raum mit einer hohen Decke, der Boden war aus Marmor und flauschige Teppiche waren auf diesem. An den Wänden hingen einige Gemälde, Köpfe von Tieren und so einige Waffen, die vor allem zur Dekoration dienten. Am hinteren Ende des Zimmers, befand sich ein massiver Holzschreibtisch, welcher mit goldenen Gravuren und Schnörkeleien ausgestattet war. Links und Rechts von diesem, standen zwei muskulöse Männer in Anzügen. Es waren Wachmänner. Zwischen ihnen saß am Schreibtisch ein großer, massiger Kerl, mit einem rot, schwarz gestreiften Anzug, an dessen Reviere sich eine weiße Rose befand. Sein Gesicht schmückte ein sich kringelnden Schnurrbart und ein Monokel. Ohne jeden Zweifel war dies Mr. Carvati. Seine recht spitze Nase, begann zu rümpfen als Henry und Caius den Raum betraten. Als ob es plötzlich stinken würde, was es vermutlich auch tat. Kaum waren Vater und Sohn eingetreten, erhob sich der Geschäftsführer und ging um seinen Tisch herum, um den Beiden die Hand zu schütteln und zum sitzen aufzufordern. Ein extremes Lächeln zierte das Gesicht dieses Mannes. Eine Weile saßen sie nun dort, ohne dass jemand etwas sagte. Caius fühlte sich von dieser Situation eingeschüchtert. Noch nie war er in solch einem nobel ausgestatteten Zimmer. Noch nie hatte er gesehen, wie jemand mit viel Geld leben konnte und da der Mann am Schreibtisch zu seiner beeindruckenden Größe auch noch recht massig war, hatte dieser wohl genug zu Essen. Cas war schon neidisch auf dieses Leben. Es sah so schön, so glanzvoll aus doch trotzdem hatte er keine Freude hier zu sein. War er sich doch sicher, nur für niedere Dienste gebraucht zu werden und wie ein Tier hausen zu müssen. Er konnte sich nicht vorstellen, dass sein Vater ihn abgab und er ein besseres Leben führen würde. Nach Minuten der Stille, wollte Henry die Stimme erheben um etwas zu sagen, doch Carvati kam ihn zuvor. Kurz erklärte dieser die Gesamtsituation und zeigte sich sehr an das Angebot von van Quinzel interessiert. So führte dieser auf, dass er viel Geld durch das nicht Bezahlen der Schmuggler spart, er einen Sklaven für Lau bekommt und dieser zusätzlich noch eine Teufelskraft in solch einem jungen Alter bekam, dass dieser mit ihr quasi groß wird und sie dadurch wie seinen eigenen Körper zu beherrschen lernt. Bei Mr. Carvati klang es, als sei die ganze Lage perfekt für ihn. Dies wunderte Henry zwar, hatte er mit mehr Überzeugungsarbeit gerechnet, doch war er dennoch erleichtert darüber. Caius war weniger zufrieden. Für ihn klang die Tatsache ein Sklave zu werden, nicht toll und dazu noch die Angelegenheit mit der Teufelskraft. Er hatte zwar diese komisch aussehende Frucht gegessen, doch eine Veränderung hatte er nicht gespürt. Es machte ihm angst, was passieren könnte wenn es vielleicht gar keine Teufelsfrucht war, die er da aß. Dennoch schwieg er. Die Situation machte ihm nämlich sehr zu schaffen. Henry besiegelte daraufhin den Deal mit einem Handschlag, wobei er leicht zu zögern begann. Dies lag vor allem daran, dass ihm kurz die Frage in den Kopf schoss, was Clara davon halten würde, schließlich besiegelte er dennoch das Abkommen. Kaum war dies erledigt, stand Henry auf und wollte gehen, doch Mr. Carvati meinte etwas in der Art, dass er es sich anders überlegt habe. Dabei sah er plötzlich Todernst drein, nickte dem Wachmann zu seiner Rechten zu und dieser zog einen Revolver, mit dem er Henry ohne zu zögern in den Kopf schoss. Lauthals begann der Casinobesitzer zu lachen und murmelte etwas von wegen, was das doch für ein Dummkopf war. Geschockt saß Caius auf dem Stuhl, rührte sich nicht und begann sich einzupinkeln. Noch nie hatte er jemanden sterben gesehen und nun war sein Vater tot. Wirklich betroffen war der Junge nicht. Trotzdem hatte er Sorge, dass ihm das gleiche Schicksal treffen wird. Carvati beachtete den Bengel jedoch nicht länger und widmete sich Papieren auf seinem Schreibtisch zu. Zumindest, bis der Wachmann zu seiner Linken ihm etwas ins Ohr flüsterte. Stirnrunzelnd sah er dann Cas an und wunderte sich, dass dieser noch da ist. Er erklärte dem Blonden dann, dass er keine wirkliche Verwendung für ihn hätte, er selbst sei nämlich Sammler und wollte die Teufelsfrucht die Caius aß und nicht jemanden mit deren Kraft. Eine Zeit lang überlegte der Geschäftsführer, schließlich schnalzte er mit der Zunge und verkündete, dass Cas bei seinen Untergrundkämpfen mitmachen könne. Er glaube zwar nicht wirklich, dass dieser eine Chance hat doch für etwas Besseres konnte er ihn nicht gebrauchen. So ging der linke Wachmann auf Caius zu und schleifte ihn raus aus den Privatraum und runter in den Keller, wo er eine Tür öffnete welche weiter nach unten führte. Dort eröffnete sich ein Langer Gang mit einigen Zellen. Cas wurde in die Erstbeste verfrachtet und dann allein gelassen. Als die Tür sich wieder schloss, war es vollkommen dunkel. Diese Nacht verbrachte Caius van Quinzel wimmernd und voller Furcht. Damit war er nicht der Einzige, aus den anderen Zellen war ebenso schluchzen und weinen hörbar, andere wiederum bevorzugten das Schreien und Beleidigen. An diesem Abend bekam Cas kein Auge zu.

      Früh am nächsten Morgen, kam einer der Wärter und reichte in jeder Zelle etwas zu Essen und Trinken hinein. Dazu gab es ein schnippischen Kommentar, dass alle doch brav aufessen sollten. Immerhin war heute Abend die große Show. Caius wusste zwar nicht was dies bedeutete, doch aufgegessen hätte er sowieso. Es dauerte noch Stunden bis wieder einer herein kam. Diesmal keiner der Wachmänner, sondern Mr. Carvati persönlich. Ein glänzender, weißer Anzug schmückte seinen Körper und statt ein Monokel, trug er eine Vogelmaske die sein halbes Gesicht verdeckte. Freudig klatschte der Geschäftsmann in die Hände und erklärte den Insassen, was nun folgen wird. Es sollte ein Kampf ums Überleben geben, Carvati nannte es ein “Spiel ums Überleben“. Sie würden in eine Arena, welche sich unter dem Casino befand, gebracht werden und vor einer Vielzahl von Zuschauern um ihr Leben kämpfen. Innerhalb der Arena befinden sich verschiedene Waffen wie Äxte, Schwerter, Dolche, Bögen und Pistolen. Der Gewinner, und hier machte der große Mann eine theatralische Pause, bekommt einen Wunsch von ihm frei. Man könne sich wünschen was man wolle. Geld, Freiheit , ein Haus in Lancre, es gab keine Grenzen für den Wunsch und Carvati versicherte, dass er sein Wort halten wird. Denn was ist denn ein Spiel, ohne einen richtigen Gewinner? Fragte er in die Runde, bekam jedoch keine Antwort. Mit der Zunge schnalzend, verließ er schließlich die Räumlichkeiten und wurde durch ein Dutzend Wachmänner ersetzt, die die Zellentüren öffneten und die Kinder zum Ende des Ganges führten, wo sie sie durch eine Tür liefen lassen und damit waren die Insassen nun in der Arena. Die Tür schloss sich hinter ihnen und ein runder, Sand gefüllter Platz mit einigen Felsen offenbarte sich ihnen. Rundherum war eine steinerne Mauer und in dieser eingearbeitet, eine Tribüne, wo sich hunderte von Zuschauern befanden. Sie alle trugen Masken die ihr Gesicht verbargen. Die Kinder, welche dreizehn an der Zahl waren und zwischen sechs und zehn Jahre alt, verteilten sich unsicher in der Arena. Caius sah sich um, wusste nicht was er machen solle. Noch nie hatte er gekämpft und doch ging es um sein Leben. Es lag in seiner Hand die Situation zu nehmen und das Beste daraus zu machen. Dieser Gedanke gab ihm Kraft. Er wollte gewinnen und das um jeden Preis. Während die Kinder noch unsicher umherliefen, ertönte plötzlich eine Durchsage. Die Gäste wurden willkommen geheißen zu den jährlichen Zunder Spielen und den Überlebensspielern wurde viel Glück gewünscht. Mit einem lauten Knall, wurden dann das Spiel gestartet. Einige blieben zurückhaltend, haben nichts getan und nur unsicher drein geblickt, andere nahmen dies als Chance war und griffen ohne vorher eine Waffe gesucht zu haben an. Cas nutzte diese Möglichkeit der Unsicherheit und des Tötungsdranges aus, um die Arena abzulaufen und eine Waffe zu finden. Während er dies tat, ertönte ein Gong welcher signalisierte, dass der erste Mitspieler gestorben ist. Adrenalin entlud sich in Caius Körper und noch hektischer begann er zu rennen und den Boden abzusuchen. Wieder ein Gong, noch ein totes Kind. Cas sah sich um und erblickte vier miteinander Kämpfende. Einer schlug wen Anders nieder und verprügelte ihn während er am Boden lag. Die zwei Anderen, hatten Waffen. Der eine Junge schliff eine Axt mit sich und lief auf ein schwarzhaariges Mädchen zu, welche ein Dolch in ihrer Hand hielt. Grad als der Junge ausholen wollte, merkte er, dass es nicht ging. Die Axt war viel zu schwer und so ergriff das Mädchen ihre Chance und stach ihn nieder. Zwei Gongs ertönten erneut und schließlich entdeckte Cas eine Waffe. Es war ein Revolver und war ziemlich schwer, doch mit zwei Händen konnte er ihn ganz gut führen. Schnell sah sich der Blonde um, wollte sicher gehen dass ihn keiner hinterrücks angriff und das war gut so. Ein weiteres Mädchen schlich auf ihn zu und wollte ihn von Hinten einen Pfeil in den Rücken jagen, welchen sie mit den bloßen Händen führte. Instinktiv schoss er und traf sie am linken Auge. Die Kugel ging durch und sie viel leblos zu Boden, während er durch den Rückstoß auf sein Hintern landete. Der Gong ertönte, das Herz schlug wahnsinnig schnell in seiner Brust. Cas nahm alles langsamer und viel intensiver wahr. Er hatte gerade jemanden getötet, konnte es jedoch nicht richtig verarbeiten. Wieder ein Gong, das Mädchen mit dem Dolch, erstach grade den jungen, der vorher den anderen totgeschlagen hatte. Noch sechs Spieler die sterben mussten, dachte van Quinzel und zielte auf das Mädchen. Grad als er abdrücken wollte, schubste ihn ein Junge um. Aus dem Augenwinkel konnte Caius noch sehen, wie das Mädel weglief. Der Typ der ihn geschubst hatte, war mehr dem Tod als dem Leben nah. In ihm steckte ein Pfeil. Ein Gong ertönte und Cas war klar, dass damit nur der Junge gemeint sein konnte. Mühsam schob er ihn von sich runter und stand wieder auf. Dabei schoss ein Pfeil an ihn vorbei. Als er sah, woher dieser kam, schoss ein weiterer auf ihn zu. Diesmal konnte er nur zur Seite springen, um nicht getroffen zu werden. Während der Junge der auf ihn schoss, seinen Bogen spannte, zielte Caius auf ihn und drückte ab. Treffer. Der Blonde hatte ihn am Bauch getroffen. Mit einem schmerzverzerrtem Gesicht und unter lauten Schreien, landete er im Dreck, während van Quinzel durch die enorme Wucht wieder nach hinten viel. Der Gong ertönte. Es gab noch fünf Mitspieler, vier die noch sterben mussten. Cas sah sich um und wieder ertönte der Gong. Doch da er nichts sah, musste es wohl hinter einem der Felsen passiert sein. Ein Junge lief schreiend mit einem Schwert auf Caius zu. Schnell duckte dieser sich weg, als die Klinge ihn um eine Haaresbreite getroffen hätte. Der Junge flog auf den Boden und van Quinzel ergriff die Chance. Er schoss ihn direkt in den Kopf. Gong und noch ein Gong ertönte. Jetzt gab es nur noch ihn und das Mädchen mit dem Dolch, welches auf ihn zu gesprintet kam. Bevor er zielen konnte, war sie schon da und rammte ihre Klinge in seine Schulter. Er flog auf den Boden und sein Revolver rutschte ihm aus der Hand. Während er dort lag, setzte sie sich auf ihn, zog den Dolch aus seiner Schulter und setzte gerade dazu an, ihn ihm diesmal den Hals aufzuschlitzen, da machte sich seine Teufelskraft bemerkbar. Er aß nämlich von einer Zoanfrucht. Genauer gesagt einer Kryptiden die ihn in einen Simorgh transformieren kann. Einer legendären Kreatur, halb Hund und halb Vogel mit einer beachtlichen Größe. So verwandelte er sich in eben jenen. Er war nun sechs Meter groß, stark und massig. Ehe er irgendetwas realisieren konnte, verschlang Cas die geschockte Angreiferin und verspeiste diese. Kaum war dies erledigt, wandelte er sich zurück in seinen menschlichen Körper und viel in Ohnmacht. Das Publikum war hellauf begeistert.

      Als Caius van Quinzel erwachte, fand er sich in einem Krankenzimmer wieder. Seine Wunde wurde genäht und ein Verband war um seine Schulter gewickelt. Glücksgefühle durchzogen ihnen. Er hatte überlebt. Im Spiel ums Überleben, war er derjenige der gewonnen hatte. So glücklich wie in diesem Moment, war er noch nie. Selbst als er an die Toten denken musste, er sich vor Augen führte, dass er töten musste, veränderte es nichts an seiner Laune. Er hatte keine Schuldgefühle, nur Freude am Leben. Nach einigen Minuten kam eine Krankenschwester zu ihm. Sie schien erfreut, dass er wieder aufgewacht ist und fragte ihn, wie er sich denn fühle. Großartig, war das Einzige was er gesagt hat. Schließlich ging die Dame zu einer Teleschnecke und kontaktierte Mr. Carvati. Es dauerte eine ganze Weile, in der Cas etwas zu Essen bekam, doch dann traf der Casinobesitzer ein. Er schien erfreut, dass es Caius gut ging, lobte ihn für das Spiel, berichtete über die überaus zufriedengestellte Menge und lobte das zielsichere Schießen. Auf Nachfrage erklärte der Blondhaarige, dass er nie zuvor eine Waffe in der Hand hielt. Umso beeindruckter war Mr. Carvati über das Talent welches der Siebenjährige besaß. Am Ende kam er auf den Wunsch von van Quinzel zu sprechen. Cas musste gar nicht lange überlegen, er hatte sich während des Wartens schon einen Wunsch überlegt. Dennoch zögerte er, ob es denn die richtige Entscheidung sei. Nach Minuten des Zögerns, entschied Caius sich dafür. Der Wunsch des Jungen war es, als der Sohn von Mr. Carvati großgezogen zu werden. Es schien für ihn die beste Sache zu sein. Mit Geld kann er ausgeraubt werden und landet schließlich dennoch auf der Straße, von einem schicken Haus in Lancre, kann er nicht leben. Doch als Sohn von Carvati großgezogen zu werden, kann nur Vorteile haben. Essen so viel er will, ein schönes und sauberes Zuhause und es wird immer jemanden geben, der sich um ihn kümmern wird. Einzig und allein um Skyler tat es ihm leid. Sie hatte sich so gut um ihn gesorgt und gekümmert und jetzt will er ihr den Rücken zukehren. Doch er konnte nicht anders. Selbst mit seinen sieben Jahren, war Caius schlau genug um zu wissen, dass ein Leben bei diesem Mann, ihm nur Vorteile bringen konnte. Ja dieser Kerl mochte seinen Vater umgebracht haben, doch dieser wollte ihn als Sklaven verkaufen und hat sich immer einen Dreck um ihn geschert. Mr. Carvati war über diesen Wunsch sehr verwundert, dass hatte sich zuvor noch keiner gewünscht und so konnte er nur Lauthals auflachen, ehe er sich lächelnd wieder dem Jungen zuwandt. Er machte ihm klar, dass er den Wunsch erfüllen kann und Caius ihm jetzt sowieso richtig sympathisch wurde. Es schaffte selten jemand, Carvati zu überraschen und Cas hatte es geschafft. Doch im gleichen Atemzug, erklärte der Geschäftsmann, dass er ihn als seinen Sohn, hart ran nehmen wird. Sechsmal die Woche Privatunterricht, darunter musizieren, Training des Körpers und Förderung seiner Talente, besonders dem Schießen. Er wollte klar machen, dass Caius zwar ein luxuriöses leben führen wird, er aber viele Pflichten nachgehen müsse. Das war für van Quinzel kein Problem, er willigte ein und so war der Deal eine beschlossene Sache. Um es vollkommen festzuhalten, ließ Carvati einen Vertrag aufsetzen, in dem darauf eingegangen wird, dass er Caius van Quinzel wie seinen eigenen Sohn großzieht und er von nun an Carvati mit Nachnamen heißt und welche Pflichten und Rechte beide Parteien haben. Natürlich hatte solch ein Vertrag kein Bestand vor Gericht, doch er war vielmehr nur für Caius und Carvati, als für einen Richter bestimmt. Manche fragen sich sicherlich, weshalb der Casinobesitzer kein Problem mit diesen Wunsch zu haben schien. Die Antwort ist relativ simpel. Vor Jahren hatte er sowohl Frau als auch Kind bei einem Unfall verloren. Er gab sich selbst die Schuld dafür, sie waren die einzigen Menschen, die ihm je etwas bedeutet haben. Alles Andere war und ist ihm immer egal gewesen. Für ihn zählte nur Geld, Macht und Spaß und diese beiden Personen, haben ihn zusätzliche bereichert. Selbstverständlich stellt sich die Frage, wie dieser Mann nach solch einem Unfall in der Lage ist, eine Untergrund Kinder Arena zu leiten. Nun es mag merkwürdig klingen doch wie bereits gesagt, kümmern ihn andere Menschen nicht. Es störte ihn selbst nach diesem Ereignis nicht, Kinder sterben zu sehen. Er verband diese nicht mit seinem eigenen. Als Caius jedoch den Wunsch äußerte, als sein Sohn großgezogen zu werden, sah er das erste Mal eine Chance. Eine neue Chance ein Kind zu haben und sich um dieses zu kümmern. Außerdem sah er in Cas etwas einzigartiges. Die anderen Gewinner wünschten sich meistens Geld, Freiheit oder wieder zu ihren Familien zu kommen, doch der ehemalige van Quinzel war eine gewaltige Ausnahme. Er schien zu verstehen, in welcher Situation er sich befand, welche Möglichkeiten ihm geboten werden konnten und er ergriff die Chance. Das erste Mal seit langer Zeit, sah Carvati sich selbst, in einem anderen Menschen.

      Die nächsten Jahre waren sehr anstrengend und fordernd für den kleinen Carvati. Sechs Tage in der Woche bekam er Unterricht von einem Privatlehrer. Da wurde ihm Mathematik, Rhetorik, Literatur und Grammatik näher gebracht. Nachmittags war Musizieren dran. Das erste Instrument welches er erlernen musste, war das Klavier. Zweimal die Woche fand Sport statt. Dort gab es meistens Übungen der Balance, des Kletterns und der Körperkontrolle. Am Wochenende gab es abwechselnd Schieß- und Teufelskraft Übungen. Es zeigte sich, dass Caius ein Naturtalent im Schießen war. Nach einigen Monaten der Übungen, konnte er perfekt zielen. Nur sein Stand, sein Gleichgewicht beim schießen musste trainiert werden.

      Anfangs wurde zusätzlich versucht, ihm das Kämpfen mit dem Schwert beizubringen doch es klappte nicht. So gut der Junge im schießen war, so miserabel war er im Nahkampf. Daher wurde dieses Unterfangen schnell aufgegeben und sich auf seine Teufelskraft konzentriert. Er sollte lernen, sie bewusst zu aktivieren. Sich zu transformieren. Dafür wurde extra ein langjähriger Zoannutzer beauftragt. Die Übungen bestanden hauptsächlich aus Atem und Konzentrationseinheiten. Der Blonde musste die Verbindung zwischen sich selbst und dem Tier in ihm spüren. Er musste eins mit ihm werden. Diese Übungen vielen ihm besonders schwer, da sie auch nur alle zwei Wochen abwechselnd zu seinem Schießtraining stattfanden. Natürlich versuchte Cas in seiner, recht knapp bemessenen, Freizeit, die Übungen aus dem Training zu wiederholen. Leicht viel ihm die bewusste Transformation trotzdem nicht. Anders jedoch beim Unterricht. Der Junge war begierig zu lernen. Die Stoffe in sich aufzunehmen. Es zeigte sich, dass Caius ein ziemlich cleverer Bursche war, der schnell Wissen aneignete. Zwar war es nicht leicht und es gab einige Nächte die er mit dem büffeln vom Lernstoff verbrachte, dennoch machte es ihm Spaß. Es etwas anderes als die ständige Ignoranz und nicht Beachtung seines Vaters. Hier wurde er das erste Mal in seinem leben gefördert. Dazu verstand Cas sich recht gut mit Carvati. Er nahm ihn unter seine Fittiche, lehrte ihm seine Lebensphilosophie, welche aussagte, dass das ganze Leben nur ein Spiel ist. Dieser Mann hatte sich Metaphern für das Leben, welche er genauso für ein Brettspiel hätte benutzen können und Caius liebte es. Carvati verlieh dem Leben dadurch eine solche Leichtigkeit. Immer wieder betonte sein Ziehvater, dass es nur auf drei Dinge ankommt. Geld, Macht und Spaß. Er war der Meinung, dass Geld allein einem nicht viel bringt, Macht ist ohne Spaß oder Geld ziemlich langweilig und Spaß ist das Wichtigste. Denn was ist es für ein Leben ohne Spaß. Ein ziemlich Trostloses und mit dieser Philosophie, hatte er auch Caius Carvati gepackt. Es ergab für ihn soviel Sinn. Vorher hatte er nichts von alledem. Weder Geld, noch in irgendeiner Form besaß er Macht oder gar Spaß. Nichts hatte er und dadurch war dieser Junge oft traurig, zurückhaltend und ängstlich doch nun wo er bei Mr. Carvati lebte, hatte er sich selbst geändert. In den Jahren entfaltete sich Caius förmlich. Er war offener, hatte keine Probleme zu sprechen und zu sagen was er dachte, ging auf die Menschen zu und er hatte Spaß an seinem Leben. Er schien ein neuer Mensch zu sein. Im Laufe der Jahre fing Cas an die Geige und Panflöte zu erlernen. Ihm machte das Musizieren große Freude und natürlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, so musste er durchaus noch mit dem Klavier üben, trotzdem beherrschte er dieses mittlerweile einigermaßen und er wollte einfach etwas Neues üben. Cas wurde ein immer besserer Schütze. Er lernte verschiedene Schusswaffen kennen, lernte ihr Gewicht, ihre Handhabung, wie sie auseinander und wieder zusammengebaut wurden und er entwickelte Vorlieben. Er bevorzugte Revolver und Scharfschützengewehre. Beides keine allzu leichten Waffen, umso mehr musste er mit ihnen üben um sie richtig benutzen zu können. Das Schusswaffentraining fand in der Untergrundarena statt. Dort wurden verschiedene Zielscheiben aufgebaut, auf die Cas schießen musste. Natürlich unter der Beobachtung seines Trainers, welcher ihm die Handhabung mit Schusswaffen näher brachte, ihm Atemübungen zeigte, den sicheren Stand ihm lehrte und klar machte, dass er auf seine Umgebung zu achten habe und auch in Extremsituationen einen kühlen Kopf behalten musste. So versuchte sein Trainer ihn während des Schießens abzulenken, in dem er laute Geräusche machte, Dreck in seine Richtung warf, selber mit einer Waffe in seine Richtung schoss und ihn zum Lachen brachte. Außerdem wurden auftauchende Zielscheiben verwendet. Diese lagen auf dem Boden und blitzartig erhoben diese sich. Dabei musste Caius schnell reagieren und das Wichtigste war, nicht jede Zielscheibe war ein Ziel. Er musste also schnell lernen und verinnerlichen, nur die Richtigen zu treffen. Er musste schnell handeln und entscheiden. Bis er zehn wurde, bestand sein Schießtraining nur aus Handfeuerwaffen, wobei er hier bereits den Revolver am liebsten führte. War natürlich eine deutlich schwerere Handhabung doch grade dies gefiel ihm. Ab seinem zehnten Lebensjahr, wurde Caius Carvati an andere Waffentypen herangeführt. Der Schrotflinte, welche in diesem jungen Alter ziemlich unpassend für ihn war, da der Rückstoß einfach zu heftig ist, daher blieb diese ein einmaliger Versuch. Außerdem war diese ihm zu brachial. Dafür wurden ihm Gewehre gezeigt. Diese waren für die mittlere Distanz ziemlich gut. Für diese Art von Waffe, reichte die Untergrundarena vom Platz noch geradeso. Das Üben mit diesen Waffen viel ähnlich wie mit den Pistolen aus, nur das hierbei die Zielscheiben weiter weg standen. Die Herausforderung hierbei, war der erhöhte Rückstoß und die Schwere. Mit elf wollte Cas die Handhabung mit dem Scharfschützengewehr lernen. Diese Waffe konnte er nicht einmal tragen. Sie war viel zu schwer. Üben wollte er trotzdem mit ihr. Daher sah das Training mit ihr deutlich anders aus. Es wurde mit ihm nach Talloran gegangen. Besser gesagt in der Umgebung dieser Ortschaft. In den Bergen wurde trainiert, in dem sich der junge Carvati auf die Lauer legen musste und Tiere jagen sollte. Die Übung hierbei bestand größtenteils aus Geduld. Cas musste viel Abwarten und nichts tun.

      Seine Teufelskraftkontrolle verbesserte sich stetig. Er war im Laufe der Zeit dazu in der Lage, sich bewusst in seine Tier beziehungsweise Hybridform zu verwandeln. Dennoch bevorzugte er die menschliche Gestalt. Desto besser er die Formen zu beherrschen wusste, umso mehr musste Cas das Fliegen üben. Denn der Simorgh besaß Flügel. Es waren wirklich anstrengende und fordernde Jahre. Doch es machte ihm Spaß. Gerade das Fliegen war eine enorme Herausforderung. Es waren immerhin völlig neue Körperteile die ihm da wuchsen und das Kontrollieren dieser, das Abheben, der Gleitflug und die Landung, all das war ein schwerer und steiniger Weg, ehe er es schaffte zu fliegen und nicht gleich nach ein paar Minuten abzustürzen. Oft verletzte der Blondschopf sich, verstauchte sich einen Arm oder ein Bein bei seinen vielen Abstürzen doch Carvati machte ihm klar, dass er an ihn glaube. Er wird es schaffen und ihn nicht enttäuschen.

      Einmal im Jahr gab es die jährlichen Kinderkämpfe. Caius war bei jedem Einzelnen anwesend und sah auf der Tribüne zu. Es war eine grausige Abschlachtung. Jeder wollte gewinnen doch es gab immer nur einen überlebenden. Einen Gewinner. Wirklich Spaß hat es Cas nicht gemacht, dabei zuzusehen. Zumindest war es anfangs so. Er fühlte zwar keine Betroffenheit, doch es bereitete ihm einfach kein Vergnügen. Dies änderte sich mit der Zeit. Daran war wohl Carvati schuld. Dieser Mann feierte diese Spiele nämlich sehr, was Einerseits an dem Unterhaltungsfaktor lag und Andererseits an die Einnahmen die er mit diesem Event machte und da Cas seinem Ziehvater ziemlich nacheiferte, gefiel es ihm im Laufe der Zeit genauso. Er lernte von dem Kerl seine Weltansichten und übernahm diese einfach. Fünf Jahre vergingen so. Fünf lehrreiche Jahre, in der sich Caius Carvati entfaltete und seinem neuen Vater nacheiferte. Dann war sein Ziehvater der Meinung, ihn mehr in das Casinogeschäft mit einzubeziehen.

      Caius war nun also gerade zwölf geworden und bekam zu seinem Geburtstag ein ziemlich hohen Zylinder. Wie Carvati ihm erklärte, würde dieser für einen neuen Schritt in seinem Leben stehen. Er stand für seine Einführung in das Geschäft. Von nun an sollte Caius bei Geschäftstreffen, Meetings, Planungen und der Buchführung dabei sein. Er sollte lernen, wie man ein Geschäft zu führen hatte. Daher änderte sich nun die Wochenplanung für Cas. Der Unterricht wurde auf Mathematik und Rhetorik gekürzt.Weiterhin fand zweimal die Woche Sport statt und Schießen fand alle zwei Wochen am Wochenende statt, doch das Training mit der Teufelskraft flog raus. Trotzdem hatte Caius nicht wirklich mehr Freizeit. Denn die meiste zeit verbrachte er bei seinem Ziehvater und sah ihm über die Schulter, wie er das Casino führte. Dabei bemerkte er, dass Carvati bei Enttäuschungen ziemlich grausam und ohne nachzudenken vorging. Einmal sollte einer seiner Schuldeneintreiber jemanden Angst einjagen, hat ihn jedoch aus Versehen getötet. Als Strafe schnitt der Schnurbartträger seinem Angestellten die Finger seiner rechten Hand ab. Kurz danach, tat es Carvati jedoch leid, da er überreagiert hat. Generell bemerkte Cas schnell, dass die meisten Leute Angst vor seinem Ziehvater hatten. Das lag vor allem daran, dass dieser schnell überreagiert und dann Dinge tat, die er gar nicht tun wollte oder worüber er nicht nachdachte. Außerdem lehrte ihn Carvati die Manipulation von Menschen. Er gab ihm nützliche Tipps und meinte, dass dies ein spaßiges Spiel sei. Leute mit Worten zu etwas überreden, was sie gar nicht tun wollten. Dieses Talent zeigte er am meisten, wenn er mit Partnern sprach und seinen Willen durchzusetzen vermochte. In seiner Freizeit widmete sich der Blondschopf dem Lesen und vor allem dem weiteren Training seiner Teufelskraft. Dafür flog er des öfteren Nachts über die Insel von Panom Blintz und erstmalig entdeckte er die besondere Fähigkeit des Simorgh. Er konnte sich mit Vögeln unterhalten und diese zu sich rufen sowie ihnen Befehle erteilen, denen sie Folge leisten mussten. Es war eine nette Spielerei die ihm viel Spaß machte. In der Hybridform funktionierte hingegen nur die Kommunikation und nicht das Herbeirufen und Befehligen. Weiterhin nutzte er seine knapp bemessene Freizeit, für das Musizieren. Ein Hobby, welches ihn nie gänzlich los ließ und welches ihm immer wieder Freude bereitete. Bei Mr. Carvati bekam er immer wieder die schmutzigen Seiten des Geschäfts mit. Leute die ihm Geld schuldeten, Kniescheiben die deswegen gebrochen wurden, den Handel mit Drogen und Waffen, womit Carvati neben den Einnahmen mit dem Casino am meisten Gewinn machte. Schnell begriff Cas, dass das Casino im großen und ganzen nur zur Geldwäsche diente. Das große Geschäft von seinem Ziehvater waren die Drogen und Waffen. Auf dem Schwarzmarkt war der Schnurbartträger einigermaßen bekannt und vor allem für seine extremen Wutausbrüche bei Fehlern bekannt. So zeigte Carvati seinem Ziehsohn die dunklen und schmutzigen Seiten seines Geschäfts. Lehrte ihm worauf es ankam. Das man manche Marinisten schmieren musste, man Informanten brauchte, das Wissen eine große Macht ist, wie man seine Ware verstecken musste und man die richtigen Kontaktmänner brauchte, damit ein reibungsloser Ablauf garantiert ist. Bis zu seinem achtzehnten Geburtstag lehrte Caius bei Carvati. Lernte das Geschäft mit all seinen Tücken und Vorteilen kennen, lernte Geschäftspartner kennen und half so gut es ging bei Planungen und Ideen. Er versuchte sich einzubringen. Zu zeigen das in ihm Potenzial steckt. So ging es einige Jahre, bis Cas erwachsen wurde.

      Mr. Carvati war nun der Meinung, sein Ziehsohn müsse endlich seinen Wert beweisen. Er sollte für ihn offiziell arbeiten und zwar als Sicherheitsmann innerhalb des Casinos. Der Grund für diese Stelle war, das Carvati einerseits Caius im Auge behalten wollte und andererseits, dass dieser ein verdammt guter Schütze war. Der Junge konnte mit einem Revolver umgehen wie kein Zweiter. Er hatte ein Adlerauge und außerdem war Cas ziemlich agil, schnell und besaß eine Teufelskraft. Es stimmt zwar, dass er ein miserabler Nahkämpfer war, doch die restliche Talente und Fähigkeiten genügten vollkommen um ein Sicherheitsmann zu werden und dabei wurde noch gar nicht auf seine Redegewandtheit eingegangen. Immerhin lehrte Cas nicht umsonst all die Jahre Rhetorik. Wenn der junge Carvati sich gut schlug, sollte er für wichtigere Arbeiten eingeteilt werden. Nun war es soweit. Cas war erwachsen und musste richtig arbeiten. Die Zeit mit dem Privatunterricht war vorbei und wie soll man sagen, Caius Carvati war nun ein intelligenter und gebildeter Mann. Er lernte das Geschäft kennen und hatte im laufe der Jahre auch in Erfahrung gebracht, woher die Kinder für die Arena kamen. Es waren meist hoch verschuldete Typen, die nie in der Lage gewesen wären alles zurückzuzahlen und dann ihre Kinder als Sklaven verkaufen wollten. Manchmal fanden sich so jedoch zu wenige in einem Jahr, so dass Mr. Carvati Kinder von Blackmarsh aufsammelte. Kinder die auf der Straße lebten. In den Jahren lernte Cas sehr viel von seinem Ziehvater. Er verinnerlichte geradezu seine Lebensphilosophie und sah die ganze Welt als einen einzigen Spielplatz an. Ja, Carvati prägte Cas ziemlich extrem. Caius lernte das Spiel der Manipulation kennen und durch die vielen Jahre der Rhetorik war er ziemlich sprachgewandt, so dass es ihm leicht viel. Jetzt war er jedoch erwachsen und musste richtig arbeiten. Wobei die Arbeit als Sicherheitsmann nicht so schwer war. Leute nach Waffen untersuchen, aufpassen das niemand zu oft an einem Tisch abräumte und hin und wieder war er für das Brechen von Kniescheiben zuständig, wobei in seinem Fall wohl das durchlöchern von Kniescheiben passender ist. Es war eine ziemlich einfache Arbeit, die ihn nicht wirklich gefordert hat, weswegen er schon nach wenigen Monaten bei Carvati nach den härteren Jobs sich erkundigte. Dieser war jedoch unsicher, ob Cas dafür bereit war doch da er es unbedingt wollte, gab er ihm eine Chance sich zu beweisen. Es ging um einen Mordauftrag. Dafür sollte sein Ziehsohn mit einem Handelsschiff nach Westend reisen. Dort war ein Marineoffizier, welcher Carvati bedrohte. Angeblich wisse er über Information bezüglich seinen schmutzigen Geschäften und erpresst ihn damit. Sein Ziehvater soll eine beachtliche menge Geld bezahlen, damit besagte Informationen nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Nun Mr. Carvati lässt sich nur äußerst ungern erpressen und so soll Cas dorthin reisen und den Offizier namens Mirano ausschalten. Dafür bekam Caius von seinem Ziehvater ein Scharfschützengewehr, welches einen Griff aus Eichenholz mit einem darauf abgebildeten Kreuz besaß. Es fasst zwölf Kugeln und kann bis zu 1,5km weit schießen. Mit dieser Waffe machte sich Cas auf den Weg nach Westend, der Ort seiner Geburt doch dies wusste der Gute nicht. Dort angekommen, befasste sich Caius mit der Situation. Er unterhielt sich mit den Menschen, sammelte Informationen und machte schließlich Mirano ausfindig. Dann beobachtete er ihn. Seinen Tagesabauf. Wann er wohin ging. Ob es Wiederholungen gab. Bestimmte Tage an bestimmten Wochen, wo er immer zur gleichen Zeit sich aufhielt und er fand einen solchen Zeitpunkt. Jeden Samstag um sieben Uhr morgens, begann Mirano junge Kadetten zu trainieren. Er befand sich im Hof und übte mit ihnen Schwertkampf doch vorher mussten sie sich alle in Reih und Glied aufstellen, und ihn begrüßen. Währenddessen stand er vor der Masse und bewegte sich nicht. Dies hatte der junge Carvati zweimal beobachtet und plante daher einen Anschlag am darauffolgenden Samstag. Er ging auf einem Turm in Stellung, von dem aus er den Hof beobachten konnte, und wartete auf den passenden Moment ab. Seine Flucht hatte er bereits geplant. Am Hafen wartete eine Schmugglerbande, die er bezahlte damit sie einen Umweg segelten und ihn nach Panom Blintz brachten. Der Auftrag lief wie geschmiert. Es gab keine Komplikationen. Zwar wurde kurz nach dem Attentat der Notstand ausgerufen und es wurde nach dem Mörder gefahndet, doch trotzdem schaffte es Cas schnell genug zu fliehen, wobei ihm seine Hybridform half. Er flog zum Hafen und floh mit den Schmugglern. Da dieser Auftrag perfekt von statten ging, gab ihm Carvati im Laufe der Jahre immer wieder solche Aufträge. Mal einen Auftragsmord eines verräterischen Geschäftspartners, mal war er der Aufpasser von angeheuerten Dieben, die Sammlerstücke und Kunstwerke stahlen und andere Male musste Caius für Krawall sorgen, damit eine Lieferung unter dem Radar der Marine lief. Selbstverständlich gab es nicht jeden Tag solch einen Auftrag, weshalb Cas recht viel Freizeit besaß. Diese verbrachte er mit Lesen, dem gelegentlichen Glücksspiel und flirten. Wobei er sich sowohl für Männer als auch Frauen interessierte. Doch verlieben tat er sich nie. Des weiteren half er seinem Ziehvater bei den Geschäften und war sozusagen der Stellvertretende Geschäftsführer. Wenn Carvati mal nicht konnte, leitete er selbst das Business und kümmerte sich um anfallende Aufgaben. So wälzte sein Ziehvater den Papierkram auf den Blonden ab. Dies war zwar recht monoton doch Cas musste nun einmal lernen, dass als Geschäftsführer oder in seinem Fall ein Stellvertreter, eben solche Aufgaben erledigen musste. Immerhin fertigte sich Papierkram nicht von alleine ab. Dies bereitete Caius zwar kein Spaß und langweilte ihn, dennoch akzeptierte er diese Aufgaben von seinem Ziehvater. Darüber hinaus musste sich der Blondhaarige mit den Problemen der einfacheren Angestellten befassen. Bedeutet wenn in der Küche etwas beschädigt war, es Komplikationen mit der Alkohollieferung gab oder jemand eine Beschwerde über einen anderen Mitarbeiter einreichte, war dies sein Aufgabengebiet. Sogar Gespräche wenn einer gefeuert werden musste, zählte zu seinen Tätigkeiten als Stellvertreter. In diesen Gebieten ging er auf. Es beriet ihm kaum Schwierigkeiten einen Zwist zwischen Mitarbeitern klein zu reden. Der Sprachgewandte Cas schaffte es meistens Problematiken in Luft auflösen zu lassen oder zumindest den sich zu Schulden kommen lassenden Angestellten klar zu machen, was seine Verfehlungen waren und ihm weiß zu machen, dass dies so nicht einfach weiter gehen kann. Caius war keiner der sich Sorgte wie die Anderen von ihm dachten oder der Probleme damit hatte das Arschloch zu sein, wenn es sein musste. Seine Führungsqualitäten wurden als hart aber gerecht aufgefasst. So ähnlich wie damals bei Henry van Quinzel in Westend. Nur war Cas ein fröhlicherer Geselle, bei dem die Härte hinter einem charismatischen Lächeln zu finden war. Bei dem man eher die Konsequenzen als viel mehr die körperliche Reaktion von ihm selbst fürchtete. Was Geschäftspartner anging, um die er sich gelegentlich kümmern musste, fanden nur die wenigsten ein Problem darin, sich mit Caius statt Carvati zu befassen. Dies mochte vor allem daran liegen, dass er seit seinem zwölften Lebensjahr seinem Ziehvater über die Schulter sah und ebenfalls an Meetings und wichtige Treffen teilnahm. Damals versuchte er sich schon immer so gut es ging einzubringen und hinterließ Eindruck. Die die trotzdem ein Problem mit ihm hatten, machte er schnell klar, dass sie sich nun einmal mit ihm befassen mussten. Das passte selbstverständlich nicht allen, doch aufgrund seines Wissens über die Geschäfte von Carvati, zeigte er schnell das er genauso gut wie dieser war. Dadurch hob sich bei den paar Wenigen zwar nicht die Stimmung, doch sie waren bereit mit ihm zu sprechen. Bei solchen Meetings handelte er immer auf Anweisung von seinem Ziehvater. Dieser war trotz allem der Boss und wälzte im Grunde nur Arbeiten auf seinen Ziehsohn ab. Es waren sehr spaßige Jahre für den jungen Carvati. Vier Jahre um genau zu sein. Im laufe dieser vier Jahre ließ er sich auch einen Revolver anfertigen, der für ihn zugeschnitten war. Er war hochwertig verarbeitet und sah sehr prunkvoll aus. Perfekt ausbalanciert für Caius und er nannte ihn McShooty. Es war die erste Waffe der er einen Namen gab und da er das Leben als Spiel betrachtete, gab er dieser auch einen seiner Meinung nach recht humorvollen Namen. Nun gut. Vier Jahre vergingen in denen er Aufträge ausführte, seine Talente perfekt zu nutzen schien und das Casino sowie die dreckigen Geschäfte unterstützte und immer mal wieder stellvertretend führte. Doch dann ging etwas schief.

      Im Laufe der Jahre, Cas war nun 22 Jahre alt, wurde Carvati immer Cholerischer, regte sich über jede Kleinigkeit auf, schrie Caius oft an, wenn ihm etwas nicht passte. In letzter Zeit langte er seinem Ziehsohn auch mal eine, wenn er der Meinung war das dieser zu aufmüpfig wurde. Dabei genügte es, dass Cas Vorschläge machte, wie man das Geschäft besser ankurbeln konnte. Denn dieses lief nicht mehr so gut wie früher. Die illegalen Sachen waren nicht mehr das, was sie einmal war. Es gab mittlerweile starke Konkurrenz, die bessere Angebote hatten. Das Zunder war mittlerweile nicht mehr so beliebt wie einst, was vor allem daran lag, das Carvati nicht auf die Vorschläge von Cas einging. Er sah selbst nach all den Jahren in ihm immer noch ein Kind, welches lernen musste. Ein Kind das ihm zwar half, doch wenn es hart auf hart kam vertraute er nicht seinem Urteil. Wobei dies deutlich besser gewesen wäre. Er hatte nämlich gute Ideen für Werbung und Marketing, um die Leute wieder anzulocken. Da das Business aber nicht lief und Carvati Paranoia hatte, dass man ihm das Geschäft aus den Händen riss, ließ er von Cas alle seine übrigen Geschäftspartner ausschalten. Diese waren insgesamt vier Stück und erforderten eine Menge Zeit und Aufwand. Es war nicht leicht an diese heranzukommen aber der Blondschopf schaffte es. Zumindest bei dreien. Die ersten erwischte Caius, indem er die Vier zu einem Treffen im Zunder lud. Es sollten wichtige geschäftliche Angelegenheiten besprochen werden. Bei diesem Treffen plante Cas alle auszuschalten. Leider sagten kurz vorher zwei ab. Die anderen beiden erschienen jedoch. Hier ergriff er seine Chance und erschoss Diese, als sie alle zusammen im Besprechungszimmer waren. Es dauerte nicht lange, da konnten die restlichen Geschäftspartner sich denken was passiert sei. Schuld war vor allem Carvati, der bei den Beiden per Teleschnecke anrief und ihnen versicherte, sie würden ebenfalls bald sterben. Selbstverständlich war dies ziemlich dumm und wieder einem cholerischen Anfall geschuldet. Nun musste der Blonde sich mit der Situation abfinden. Welche zwei reiche Typen beinhaltete, welche sich in ihren Häusern verschanzten. Ein ungesehener Mord war dadurch ausgeschlossen. Die Beiden blieben immer Zuhause und sammelten ihre Männer um sich. Caius entschied, er müsse rabiater vorgehen. Er versammelte eine Vielzahl von Sicherheitsmännern vom Casino, heuerte dutzende Söldner an und griff die Festung vom ersten Geschäftspartner mit diesen an. Dafür bekam er eine ziemlich Menge Geld von Carvati spendiert. Es muss sein letztes Erspartes gewesen sein, denn das Casino warf nicht mehr soviel ab. Der Angriff kostete einige Leben. Nicht nur bei den Männern vom Ziel, sondern auch von den angeheuerten Söldnern und den Wachmännern. Dennoch war es ein unausgeglichener Kampf. Auf der Seite des jungen Carvati waren erfahrenere Männer und es zeigte sich, dass er zu führen wusste. Er ließ sich in diesem Kleinkrieg nicht unterkriegen, kommandierte, befehligte und kämpfte aus der Distanz mit. Er hinterließ Eindruck und schließlich gewannen sie. Cas tötete den Geschäftspartner und die wenigen Überlebenden welche für eben jenen Mann kämpften, ergaben sich augenblicklich. Der Vierte hörte was passierte und floh mit Hilfe von Kontaktmännern in einen anderen Blue. Cas verlor dadurch die Spur und ließ es bleiben. Als er nach Monaten wieder ins Zunder kam, war Carvati alles andere als erfreut. Er sah es als Fehlschlag an, dass Caius den Vierten nicht töten konnte. Er war in einem seiner Wutausbrüche und stach ohne nachzudenken mit einem Messer das rechte Auge von seinem Ziehsohn aus. Direkt danach entschuldigte dieser sich jedoch. Er hatte wiedermal unüberlegt gehandelt und etwas getan was er nicht wollte. Damit war es für Cas nicht getan. Wut und Frustration hatte sich in den Blonden angestaut. Wut über das immer ständige unüberlegte Handeln seines Ziehvaters und Frustration darüber, dass er selten auf ihn hörte. Das er Paranoid geworden ist. Die Schmerzen taten ihr übriges. Caius zog das Messer aus seinem Auge und stach immer und immer wieder auf Carvati ein. Bei diesem Wutausbruch setzte er, ohne es wirklich zu merken, sein Busoushoku frei. Es überzog die Klinge des Messers mit einer unsichtbaren Schicht. Immer wieder stach Cas auf den paranoiden Choleriker ein, bis er leblos zu Boden viel. Es brauchte einige Momente, bis er realisierte was er tat. Trauer durchzog seinen Körper. Dieser Mensch hatte ihm etwas bedeutet. Er hatte ihm soviel gelehrt und nun war er tot, weil Cas selbst einen Wutausbruch hatte, den er nicht zu kontrollieren wusste. Es machte ihn traurig. Als die Wachmänner aufgrund des Lärms eintrafen, wollten sie ihn erst angreifen doch er schaffte es sie zu überzeugen, dass er nun der Boss sei. Dies tat der nun Einäugige indem er die Situation erklärte, auf die letzte Zeit einging, erwähnte wie cholerisch und unüberlegt Mr. Carvati handelte. Cas verunglimpfte seinen Ziehvater während er im gleichen Atemzug sich selbst für die Männer glorifizierte. Es stimmte ihn zwar traurig, so über seinen geschätzten Ziehvater zu reden doch war es für ihn die einzige Möglichkeit das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden. Er versuchte die Situation so dazustellen, als hätte er absichtlich ihren ehemaligen Boss getötet. Als ob er nicht mehr mitansehen konnte, wie dieser das Geschäft an die Wand fuhr, nicht auf ihn hörte und weiterhin ging der Blonde auf seine Führungsqualitäten ein. Vor allem in dem Kleinkrieg wo einige der Wachmänner dabei waren. Das diese doch bezeugen könnten, dass er ein Anführer sei und wisse was er kann. Es war eine sehr hitzige Rede, die die meisten Männer überzeugen konnten. Die Wenigen die nicht für Cas arbeiten wollten, verließen das Casino. Sie sahen jedoch davon ab, Caius den Garaus zu machen. Cas übernahm nun vollkommen die Kontrolle vom Zunder. Er zog das Business aus den illegalen Aktivitäten zurück und konzentrierte sich auf das Casino Geschäft.

      Das Casino führte er drei Jahre lang. Seine Ideen der Vermarktung und Werbung kurbelten das Geschäft endlich wieder an. Dies ging selbstverständlich nicht von Heute auf Morgen. Eine gewisse Zeit verringerte Carvati den Lohn seiner Angestellten doch er versicherte ihnen, es sei nicht auf Dauer. Er versprach in ein bis zwei Jahren würden sie mehr als zuvor verdienen. Die ersten mürrischen Stimmen wurden laut und allgemein waren die Arbeiter unsicher, ob Caius der Richtige sei doch solche Zweifel wischte er zu Seite und erklärte, dass dies mit Mr.Carvati zusammenhängt. Dieser hätte das Casino an die Wand gefahren, hätte sein letztes Geld verprasst und sich einen Dreck um seine Leute geschert. Er ging gern auf seine Zeit als Stellvertreter ein, in der er sich um das Personal gekümmert hatte. Für sie verantwortlich war. Die Arbeitskräfte blieben also und seine Strategien der Vermarktung liefen langsam aber sicher an. Hierfür brauchte der Blondschopf eine Menge Geld. Flyer, Leute für Mund zu Mundpropaganda zu bezahlen sowie Plakate und Werbeprodukte finanzierten sich nicht von selbst. Da das Zunder nichts mehr abwarf und die Ersparnisse von Mr. Carvati aufgebraucht waren, musste sich Caius anders helfen. Wie bereits erwähnt war der Ziehvater von dem Einäugigen ein Sammler von Kunstwerken, Antiquitäten und diverser Luxusgüter. Daher verkaufte Cas die Wertgegenstände unter dem Marktwert und wurde so diese schnell los. Mit den Einnahmen durch den Verkauf, finanzierte dieser seine Werbestrategien.
      Schon nach einem Jahr machte das Casino an sich wieder Plus und nach zusätzlichen sechs Monaten, bekamen die Angestellten ihren ehemaligen Lohn plus einer kleinen, einmaligen Bonuszahlungen. Es lief wieder gut für das Zunder. Zwar machte Caius nie so viele Einnahmen wie Mr. Carvati, was einfach daran lag, dass er sich aus den illegalen Aktivitäten raus hielt, dennoch war nach gut zwei Jahren das Casino wieder in seiner Höchstform angelangt. Dabei halfen vor allem neue innovative Ideen, wie zum Beispiel eine Kinderecke. In dieser konnten Eltern ihre Kinder lassen und es wurden ihnen Spiele und ein Betreuer angeboten, der sich um die Kleinen kümmerte, solange die Eltern im Casino waren. Dadurch erschloss sich dem Zunder neue Einnahmequellen. Außerdem schloss Caius die Untergrundarena und fing statt dessen an Handel mit örtlichen Schmieden und Büchsenmachern zu betreiben. Er kaufte Waren wie Schwerter, Äxte, Pistolen, Gewehre und Munition in Massen ein, bekam dafür einen recht billigen Preis und verkaufte diese wiederum weiter. Seine Geschäftspartner waren vor allem der Marinestützpunkt in Westend, sowie Piraten, Söldner und Kopfgeldjäger. Es war kein illegales Geschäft, doch wäre die Marine sicher nicht erfreut gewesen zu hören, dass er an Piraten verkaufte. Die Waffen waren außerdem nur von annehmbarer Qualität. Für Kadetten und Kanonenfutter war es ausreichend und solange die Kugeln töten konnten, reichte es. Das Geschäft lief prächtig und Caius machte soviel Geld wie noch nie in seinem Leben. Nie hätte er solch ein Leben führen können, wenn er bei seinem Vater groß geworden wäre. Wahrscheinlich würde er noch immer auf der Straße leben. Trotzdem langweilte ihn das Casino mit der Zeit. Ihm fehlte das Draußen sein, das manipulieren von Menschen und das Töten. Es gefiel ihm zwar durchaus, Geld zu machen und solch ein Geschäft zu führen, sich Strategien zu überlegen um den Umsatz zu erhöhen, Leute anzulocken doch es war auf Dauer eintönig. Er wollte lieber in kriminellere Machenschaften verwickelt sein. Bei den Großen mitspielen und nicht im West Blue die kleinen Fische fangen. Am liebsten wollte Cas in ein junges, frisches Unternehmen einsteigen und dieses an die Spitze der Nahrungskette befördern, während er zusätzlich Spaß haben kann. Dieses Casino langweilte ihn einfach zu sehr. Er kannte es zu gut, wusste an welchen Fäden er zu ziehen hatte, dazu der Papierkram, die allgemeinen monotonen Tätigkeiten als Geschäftsführer, es fehlte die Spannung die er unbedingt wollte. Die meiste Zeit saß er nur auf seinem Hintern und tat nicht viel. Es war einfach langweilig und im Laufe der drei Jahre, verstand er weshalb sein Ziehvater so cholerisch wurde. Er war zu lange Geschäftsführer gewesen. Zwar vermittelte er an Cas die Lebensphilosophie, dass das Leben ein Spiel sei, doch gleichzeitig spielte er zu wenig. Hatte kaum Spaß und steigerte sich zu sehr in Macht und vor allem Geld hinein. Spaß verkümmerte einfach zusehends. Caius wollte nicht genauso enden. Er wollte kein billiger Abklatsch von Mr. Carvati sein. Nicht nur rum sitzen und ein Casino leiten. Ein Casino welches er quasi geschenkt bekam. Nein seit langer Zeit packte Caius der Ehrgeiz. Er wollte seine eigenen Erfahrungen machen. Selber lernen, Spaß haben und einen Weg finden der zu ihm passt. Caius Carvati legte seinen Nachnamen ab und fand wieder zu seinem alten, van Quinzel. Dem Namen mit welchem er geboren wurde. Als ein van Quinzel ist der Blonde geboren und als ein solcher ist ihm nur Leid und Schrecken wiederfahren. Gewiss hatte Cas keine positiven Verbindungen zu seinem Geburtsnamen, dennoch war es eben seiner. Er wollte sich auf in die Welt machen, seinen Weg gehen und dies als der Mensch als welcher er geboren wurde. Caius van Quinzel ist sein Name und diesen wird er von nun an bis zu seinem Lebensende tragen. Sich beweisen und zeigen, dass er kein Carvati sein muss um Spaß, Macht oder Geld zu haben. Nein Als van Quinzel wird er seinen eigenen Weg gehen.

      Daher verkaufte Cas das Casino und die Waffen. Die Waffen verkaufte er recht billig an die Marine, damit diese ihm einen Gefallen taten. So sollten sie ihn mitnehmen, bei ihrer nächsten Überfahrt zur Grandline. Das Geld für den Verkauf an das Casino verteilte er an die Angestellten. Er wollte es nicht. Es war nicht sein Verdienst. Er hatte das Zunder nicht aufgebaut, Caius hatte jenes nur wieder Salonfähig gemacht. Nein auf seinem zukünftigen Weg wollte er nur sein Erspartes mitnehmen und das Geld, welches er vom Verkauf seiner Waffen übrig hatte. Sein Ziel war nun die Grandline. Dort machte er sich die größten Hoffnungen, die richtigen Leute aus dem Untergrund zu treffen, die ihm weiterhelfen können sowie eine Karriere als Pirat zu beginnen, ein Jolly zu hissen und sich langsam aber sicher einen Ruf aufzubauen aber natürlich erzählte er der Marine mit der er reiste nichts davon. So machte er sich mit all seinem Ersparten dorthin, welches sich nach dem Verkauf auf 8,7 Mio Berry belief. Die Reise auf See mit der Marine war ziemlich langweilig wie er fand. Wenigstens hatte er seine Geige sowie die Panflöte dabei und genug Bücher sowieso. Es war also noch ganz erträglich. Wobei das Essen nicht so gut war wie er es kannte, doch er musste sich nur an seine hungernde Kindheit erinnern und schon ging es. Auf der Grandline angekommen machte er nun sein eigenes Ding, knüpfte im Laufe eines Jahres verschiedene Kontakte im Untergrund, bestritt einige Kämpfe gegen Leuten die sich ihm im Weg stellten doch dabei ging er nicht immer Siegreich hervor. So manchen Kampf verlor er, Narben zeichneten ihn und über das Jahr ließ er sich auch das zerstörte Auge entfernen, so dass ihm nur eine leere, rechte Augenhöhle blieb. Vor allem verbreitete er Chaos, spielte mit den Menschen und fing an Leben zu zerstören zu seiner Unterhaltung. Es dauerte nicht allzu lange da machte er sich Stück für Stück in manchen Kreisen einen Namen, bekam gar ein Kopfgeld und er vermochte es im Laufe dieser Zeit sogar sein Rüstungshaki zu trainieren. Die Zukunft würde wohl zeigen, wohin ihn sein Weg noch führen mochte. Samurai war ein Posten den er begehrte und den er sicher nicht ablehnen würde, sollte man ihn ihm anbieten aber sonst lebte er einfach zu seiner Unterhaltung und dafür, seinen eigenen, selbst gewählten Weg zu gehen.

    • Caius van Quinzel hat einen neuen Beitrag "Caius van Quinzel" geschrieben. 28.11.2018

      Vergangenheit Teil 1: Geboren ist Caius van Quinzel auf eine Insel namens Westend. Diese stellt die westlichste Insel im West Blue da und ist die Basis eines Marinestützpunktes. An diesem Ort leben zum Großteil die Mitglieder und Familien der im West Blue tätigen Marinisten. Ansonsten findet man auf Westend vorbeikommende Händler, die auf der Durchreise sind. Leiter der dortigen Basis war der Konteradmiral Henry van Quinzel. Dieser galt als ein strenger doch gerechter Anführer. So räumte er bei Fehlverhalten einem jedem eine zweite Chance ein. Des weiteren hatte er für jedes Problem ein Rat und tat sein Bestes ein gutes Vorbild für seine Männer und die Einwohner von Westend zu sein. Seinen Feinden trat er unerschrocken und mit äußerster Härte entgegen. Die Insel selber war eine mittelgroß mit etwas mehr als 1000 Einwohnern. Die Straßen waren belebt, jedoch nicht überfüllt. Außerdem gab es einen eher kleineren Wald, wo sich hauptsächlich Füchse, Kaninchen und Eichhörnchen sowie verschiedene Vogelarten, wie zum Beispiel Eulen, Spatzen und Rotkelchen fanden. Dazu regnete es meistens auf Westend. Die Tage an denen die Sonne im Jahr schien, konnte die Bewohner an zwei Händen abzählen.

      So wundert es nicht, dass es ein verregneter Tag in der Marinebasis auf Westend war, als Caius van Quinzel geboren wurde. Die Geburt lief leider nicht ohne Komplikationen ab und so sehr die Ärzte und Helfer ihr Bestes gaben, war die gebärende Clara nicht stark genug für die Geburt von Caius. Henry van Quinzel, der Vater des Kleinen und Ehemann von Clara, konnte nicht viel tun. Anfangs leistete er ihr Beistand, hielt ihre Hand, redete ihr gut zu, doch als es immer schlechter um sie stand, wurde er vom leitenden Arzt herausgeschickt. Die Doktoren hatten alle Hände voll zu tun, um Clara zu helfen und das Baby aus ihr heraus zu bekommen. Schließlich zeigte sich, dass die Nabelschnur sich um den Hals des Babys gewickelt hat und er zu ersticken drohte. Ein Kaiserschnitt musste erfolgen doch es war offensichtlich, dass die Mutter solch eine Aktion nicht überleben konnte. Der leitende Arzt musste schnell entscheiden und er entschied sich für das Leben des Babys und nicht des der Mutter. So konnte Caius gerettet werden doch Clara starb bei diesem Vorgang. Für Henry, welcher Leiter der Marinebasis war, saß der Schock tief. Er war nicht fähig sich über seinen Sohn zu freuen. Es sollte sich zeigen, dass der Konteradmiral nie mehr der Gleiche sein sollte. Er gab Cas die Schuld für den Tod seiner Frau. Nicht eine Sekunde verspürte der Vater Liebe oder Zuneigung für sein einziges Kind. Die Trauer und Wut, über den Verlust seiner geliebten Clara, saß einfach zu tief.

      Nach dem Tod seiner Frau griff Henry immer wieder zur Flasche. Er trank als gäbe es keinen Morgen. Seinen Sohn ließ er förmlich verkümmern. Stundenlang wurde Caius nicht beachtet und schreiend im Kinderzimmer gelassen. Egal ob er Hunger, Durst oder eine volle Windel hatte. Oft vergingen mehrere Tage, ehe Henry sich aufraffte und seinem Sohn die Flasche gab oder ihn sauber machte. Stets verspürte der Vater eine Abneigung seinem Sohn gegenüber. Nie beschäftigte er sich mit ihm, spielte, las ihm etwas vor oder der Gleichen. Caius war für ihn der Mörder von Clara, die Frau die er liebte. Der ehemalige strenge und gerechte Mann, der jedem eine zweite Chance gab, war nicht in der Lage seinem einzigen Kind eine Chance zu geben. Der Tod von seiner Frau hat Henry van Quinzel gebrochen. Oft ließ er Caius alleine, während er sich sturzbetrunken seinen Pflichten als Leiter der Basis widmete. Selbstverständlich litten diese darunter. Immer öfter schrie er grundlos seine Männer an, kümmerte sich nicht um den Papierkram und schlief einfach seinen Rausch aus. Währenddessen war Caius in seinem Kinderzimmer oder besser gesagt im Kinderbett. Denn sein Vater holte ihn da nur raus, wenn dieser die Gnade besaß ihn zu füttern oder sauber zu machen. In der Zeit wo Henry seiner “Arbeit“ nachging, schrie sich Cas die Seele oft genug aus dem Leib. Doch es kam nie einer. Niemand der nach dem Jungen sah oder guckte woher der Lärm kam. Grund dafür war vor allem, dass das Haus von Henry nicht direkt in der Stadt lag, sondern abseits in der Nähe des Waldes. Dort wohnte sonst niemand und als der Konteradmiral dieses Haus dort bauen ließ, tat er es um Ruhe zu haben und die Idylle zu genießen mit seiner Frau. Nun musste Caius unter diesen Bedingungen leiden. Wochen und Monate vergingen, in der sich dieses Verhalten nicht gebessert hatte. Tagein und tagaus war Cas alleine und wurde nur selten gefüttert und gewickelt und auch für Henry besserte sich nichts. Stets kam er betrunken zur Arbeit, ließ alles andere schleifen. Oft haben seine Männer versucht auf ihn einzureden, dass er aufhören sollte mit dem Trinken, dass das Leben weitergeht doch es half nicht.

      Nach zwei Monaten bekam Henry eine Abmahnung mit dem Hinweis, dass wenn er sich nicht bessert und wieder auf die Arbeit konzentriert, er seinen Posten los sei. In einer Art Kurzschlussreaktion, ausgelöst durch zu viel Alkohol, Wut und Frustration, schrieb er einen Brief zurück. In diesem erklärte er seinen Rücktritt und reichte somit Offiziell eine Kündigung bei der Marine ein. Kaum hatte er dies erledigt, packte Henry seine Sachen und wollte die Insel verlassen. Jedoch begann dieser zu zögern. Er war sich unsicher, ob Cas mitkommen solle. Nach dutzenden Minuten des Hin und Her, entschied sich Henry seinen Sohn mitzunehmen. Er mochte ihn zwar hassen, trotzdem war ihm bewusst, dass Clara es nie und nimmer gut heißen konnte, Caius zurückzulassen. So nahm der ehemalige Konteradmiral das nächste Schiff, welches die Insel verließ. Es war ein Handelsschiff, welches grade abreiste und sich auf dem Weg nach Panom Blintz befand.

      Panom Blintz ist eine zentral gelegene, riesige Insel im West Blue. Blintz ist hierbei ein Akronym und steht für die sechs Städte der Insel. B steht hierbei für Blackmarsh. Sie war die erste Stadt welche auf der Insel erbaut wurde, weswegen sie auch an erster Stelle im Akronym steht und ist gleichzeitig die ärmste Ortschaft. Gewalt, Prostitution und Drogenhandel stehen hier an der Tagesprdnung. Außerdem gibt es hier einer der größten Schwarzmärkte im ganzen West Blue.

      Das L steht für Lancre und stellt die reiche Stadt von Panom Blintz da. So ist diese eher klein, doch wenn man bedenkt das dort nur ein paar Dutzend Adelige und deren Bedienstete wohnen, ist diese Ortschaft schon ganz groß. Alles ist hier sauber und ordentlich, die Gebäude sind vertäfelt und hochwertig verarbeitet und man sieht den Menschen auch ihr Vermögen und Status an. Das I bedeutet Indigo und steht für die Stadt der Händler und Marktschreier. Hierher kommen die Händler von überall her und beten ihre Ware zum Verkauf an. Sehr oft gibt es Auktion und hier findet ein jeder was. Von den Ärmsten in der Stadt, bis zu den Reichen von Lancre. N steht für Newport und beheimatet vor allem die Mittelklasse. Der Hafen von Newport ist außerdem der Anlegeplatz für alle die nach Panom Blintz wollen. So findet man hier einen riesigen Hafen und viele Arbeiter. T steht für Talloran und ist eine in den Bergen von Panom zurückgezogene Gemeinschaft. Hier finden sich einfache Leute, die kein Wert auf Luxus oder Besitz legen. Sie wollen inneren Frieden erreichen und im Einklang mit sich selbst werden. Die Einwohner dieser Stadt nennen sich selbst Talloraner und wollen aus den politischen Angelegenheiten von Panom Blintz und dem West Blue rausgehalten werden. Frieden, mehr streben diese Mönche nicht an. Zu guter Letzt kommt das Z, welches für Zunder steht. Diese Stadt existiert noch nicht lange und wurde erst vor 20 Jahren fertig gestellt. Sie liegt mittig von der Insel und ist ein Ort der Sünde und des Spaßes. Es gibt dort nur ein gewaltiges Casino, welches den Namen Zunder trägt. Daher auch der Name der Stadt. Dieses Casino hat alle möglichen Arten des Glücksspieles. Ob Roulette, Rate die Zahl, Blackjack, der Einarmigebandit oder Poker. Hier wird jedes Spielerherz glücklich. Diese Spielstätte ist geräumig und bietet sogar Hotelzimmer für seine Gäste an. Des weiteren gibt es eine Bar mit einer Auswahl von Getränken, wo jede abstinente Alkoholiker wieder zur Flasche greifen würde.

      Nach zehn Tagen Schiffsfahrt, in denen Henry aufgrund fehlender Alternativen genötigt war sich um seinen Sohn etwas mehr zu kümmern, kamen die Beiden am Hafen von Newport an. Das Erste was der ziemlich trockene van Quinzel tat, war sich auf den Weg nach Zunder zu machen. Dort angekommen nahm er sich ein Zimmer und verfrachtete Caius in jenes, um sich selbst an der Bar zu betrinken und zu spielen. So ging es wenige Wochen. Cas der alleine im Zimmer war während sich sein Vater sich die Kante gab und alles Geld welches er noch besaß verzockte. Sein Geplärre viel jedoch dieses Mal auf. Da es wiederholt zu Beschwerden kam, öffnete eine der Zimmermädchen den Raum und umsorgte den Jungen. Sie blieb dort, bis der Vater sturzbetrunken wiederkam und stellte ihn zur Rede. Henry blaffte die Dame nur an und nahm sich seinen Sohn, ehe er das Zunder verließ. Grund dafür war weniger das Zimmermädchen, sondern das nicht Vorhandensein von Geld. van Quinzel hatte nämlich alles verprasst und musste jetzt zusehen, wo er unterkommen konnte. Wie man sich denken kann, trieb es den Vater mit sein Kind nach Blackmarsh. Die verkommeneste Stadt die Henry je sah. Einige Tage lebten die Beiden hungernd auf der Straße, ehe eine Frau vorbeikam und Mitleid mit dem kleinen Cas hatte. Sie bot den Beiden an bei ihr zu schlafen und dieses Angebot nahm van Quinzel dankend an. Zwar durften sie bei ihr übernachten, gleichzeitig machte die Frau namens Skyler klar, dass Henry alles abbezahlen musste. Wenn sie etwas kaufte, damit das Kind und der Vater nicht hungerten, musste der ehemalige Konteradmiral dies abbezahlen. Er stand also in ihrer Schuld. Des weiteren machte Skyler deutlich, dass sie Tagsüber auf Caius aufpassen konnte, Nachts jedoch sich um ihre Freier kümmern müsse. Daher musste van Quinzel sich schnell einen Job suchen und nach wenigen tagen hatte er einen gefunden.

      Henry van Quinzel trieb sich nämlich in den übelsten Spelunken von Blackmarsh herum. So dauerte es nicht lange bis er mitbekam, wie Schmuggler über verschiedene Routen sprachen und welche denn die Sicherste sei. Als alter Konteradmiral kannte dieser sich nämlich damit aus und half diesen Gestalten. Außerdem verklickerte er ihnen, dass er noch seine alte Uniform besaß und sofern es Komplikationen geben sollte, kann er mit dieser noch ein paar Marinisten austricksen. Schnell war den Schmugglern klar, dass sie jemanden wie Henry brauchten und deswegen heuerten sie ihn an. Der erste Ausflug sollte in zwei Tagen beginnen und sollte laut der geplanten Route von van Quinzel fünf Tage dauern. Anfangs versuchte er auch Skyler klar zu machen, dass sie sich in dieser Zeit um Caius kümmern müsse, doch diese weigerte sich. Zwar mochte sie das Herz am rechten Fleck haben, dennoch war sie gezwungen Geld zu verdienen und dies ging nun einmal deutlich schlechter mit einem Baby rund um die Uhr an der Backe. Daher war Henry gezwungen seinen Sohn mit auf die Schmuggel Tour zu nehmen. Beim ersten Mal ging es um importierte Kleider und Anzüge von Mary Joa, welche ein Adeliger im West Blue unbedingt haben wollte. Durch ausreichend Kontakte, verstreut überall auf der Welt, kamen diese Leute an die Sachen und nun musste es ausgeliefert werden. Mit der Route von van Quinzel lief auch alles ohne Probleme. Zwar plärrte Caius noch ab und an, doch dies war eine Sorge von geringem Ausmaß auch wenn die Anderen nicht gerade erfreut über das Baby an Bord waren, konnten sie es verschmerzen.

      Ab jetzt sollte eine gewisse Routine in Cas Leben eintreten. Die Jahre waren von diversen Schmuggelaufträgen, einen saufenden und spielenden Vater, sowie dessen nicht Beachtung durchzogen. Bei jedem Auftrag musste Caius mitkommen, daher wuchs er mit einer dreckigen Sprache auf. Diese Schmuggler scherten sich nämlich wie der Vater einen Dreck um ihn oder darauf, ob er irgendwelche böse Wörter mitbekam. Kein Wunder also das “Leck mich“ oder “Hurensohn“ zu den ersten Wörtern zählten die der Junge sprach und nicht einmal bei seinen aller ersten Worten oder Schritten, schien sich jemand für ihn zu freuen. Caius van Quinzel wuchs mit Ignoranz auf und kannte es nicht anders. Es waren sieben Jahre der Routine, bis diese durchbrochen wurde. Dabei verließ Cas anfangs nie das Schiff. Die Schmuggler welche schon länger im Geschäft waren, hatten kein Interesse daran, durch ein weinendes und lautes Kleinkind, ihren Ruf zu beschädigen. Sie hatten Sorge, dass Caius etwas tat, was den Auftraggebern nicht zusagte oder dass er etwas beschädigte. Daher blieben Henry und sein Sohn die ersten Jahre auf dem Schiff wenn irgendwo angehalten werden musste. So lief es eine ganze Weile. Meist langweilte sich der Junge. Er hatte nichts zu tun und bekam auch keine Aufgaben. Cas musste nur in der Nähe seines Vaters bleiben und da er vor diesem Ehrfurcht besaß, wenn nicht sogar Angst, blieb er recht still und traute sich nicht das Schiff zu erkundigen oder herumzutollen. Die Zeiten mit den Schmugglern waren schrecklich. Er wurde zwar nicht körperlich misshandelt, doch der Geist eines Kindes braucht Spaß und Freude um sich positiv entwickeln zu können. Das war hier nie gegeben. Im Laufe der Zeit zeigte sich, dass Caius ein stiller Junge war. Daher durfte er mit seinem Vater das Schiff verlassen. Immerhin mussten die Schmuggler sich nicht fürchten, dass der Junge Mist baute und Henry konnte somit besser helfen wenn es um das Beladen beziehungsweise Ausladen ging. Die Aufträge an sich dauerten meist zwischen einer und vier Wochen. Es hing immer davon ab, ob sie etwas in eine der hinteren Ecken des West Blues liefern mussten oder es in der Nähe von Panom Blintz war.

      Selbstverständlich lief dabei nicht jeder Schmuggelauftrag perfekt und ohne Komplikationen. Das ein oder andere Mal griffen Piraten die Schmuggler an und auch wenn Henry gern gekämpft hätte, die Anderen waren nicht Kampferprobt und ergaben sich lieber. In solchen Fällen blieb selbstverständlich die Bezahlung aus und so mussten Vater und Sohn oft vom restlichen Geld überleben, welches meist nicht viel war, zumal Henry trotzdem soff. Oft hungerten dann die Beiden, bis es wieder einen Auftrag gab. Andere Male kreuzte ein ungeplantes Marineschiff ihren Weg und sie schafften es nur einer genaueren Inspektion zu entgehen, weil Henry van Quinzel an Bord war und er nach all der Zeit immer noch als ein respektabler Mann galt. Die Aufträge an sich, waren genauso verschieden. Von Drogen die verschifft und Waffen die ausgeliefert wurden, bis zu Abhol Aufträge, war alles dabei. Sehr oft arbeiteten sie auch für den Besitzer des Casinos Zunder. Meist seltene und gestohlene Kunstwerke, Sammlerstücke, Möbel oder ganze Schiffsladungen voller Drogen, war alles dabei. Für diesen Kerl, mussten die Schmuggler schon fast jede Insel im West Blue abklappern und Kontaktmänner von den anderen Meeren verständigen, damit die gewünschte Ware auch wirklich ihren Besitzer wechselte. Wenn Henry mal keinen Auftrag hatte und seine Zeit im Zunder verbrachte, war Cas entweder bei Skyler oder wenn es nicht anders ging, nahm sein Vater ihn auch mit. Dafür bekam der Ex Konteradmiral zwar einige schiefe Blicke, doch so etwas kümmerte den Alkoholiker schon längst nicht mehr. Das ein oder andere Mal musste Caius in solchen Casino Nächten auch auf der Straße mit seinem Vater schlafen, da dieser es nicht mehr zu ihrer Wohnung in Blackmarsch schaffte. Eine solche hatte sich Henry nämlich nach dem dritten Auftrag angeschafft, um dann mit dem vierten all seine Schulden bei Skyler abzubezahlen. Er wollte nicht länger von ihren Almosen leben und dennoch, war er oft genug zu betrunken um es in sein eigenes Heim zu schaffen. Man kann also sagen, dass Cas mit all den Schattenseiten von seinem Vater aufwuchs. Nie sah er ihn wirklich ernsthaft lachen oder fröhlich sein. Sieben Jahre vergingen in dieser ständigen Routine. In dieser Zeit besuchte der Junge auch nie eine Schule oder gar einen Kindergarten auch hatte er nie Freundschaften zu Gleichaltrigen schließen können, da er nie mit solchen zu tun hatte. Die einzige Aufmerksamkeit die Caius je bekam, war von Skyler. Oft war sie einfach traurig und verzweifelt, was sicher mit ihrem Leben als Prostituierte zu tun hatte, dennoch schaffte sie es immer für Cas zu lächeln. Sie war das einzig Gute in seinem Leben. Sie kümmerte sich etwas um ihn, brachte den Jungen auch zum lachen und vor allem brachte sie ihm im Laufe der sieben Jahren das Lesen bei. Welches Caius recht schnell lernte. Das mag vor allem daran liegen, dass es ihn Spaß bereitete. Zwar verdiente Henry gutes Geld mit seiner Arbeit, da er es jedoch nur für Alkohol und Glücksspiel ausgab, hatte weder der Vater noch der Sohn viel davon. So wuchs Cas in recht ärmlichen Verhältnissen auf und besaß nur das Nötigste an Kleidung. Spielsachen besaß er keine. Caius van Quinzel, der blondhaarige Junge mit goldfarbenen Augen, war ein sehr introvertierter Mensch. Er sprach nur wenig, sein Vater redete sowieso nie mit ihm und er stellte schnell fest, dass er Henry schnell erzürnen konnte. Einmal hatte Cas nämlich gefragt, wo seine Mutter ist. Skyler machte nämlich klar, dass sie es nicht ist als er aus Versehen “Mama“ zu ihr gesagt hatte. Für diese Frage haute sein Vater ihm eine runter und sagte mit einer tiefen und kalten Stimme, dass es ihn nichts anginge. Seit diesem Tag, sprach Caius nur noch wenn er angesprochen wurde, aus Angst, er wird wieder geschlagen. Seine Beziehung zu Skyler war eine sehr Schöne. Sie gab ihm die Wärme eines Elternteiles, welche er niemals von seinem richtigen Vater bekam. Er liebte diese Frau wie ein Kind seine Mutter liebte und fürchtete seinen Vater als wäre er das Monster unter dem Bett. So wuchs Caius als ein ängstlicher und zurückhaltender Junge auf, zumindest bis zu seinem siebten Lebensjahr. In diesem Jahr sollte die Routine durchbrochen werden.

      Aufgrund einer erhöhten Marineaktivität blieben Aufträge für die Schmuggler aus. Grund für die Vielzahl an Marineschiffen auf den Meeren des West Blue, war eine Familie aus Tenryuubito, den Weltaristokraten. Diese wollten nämlich ihren Kindern den Wunsch einer Weltreise erfüllen. So befanden diese sich nun im West Blue und wurden selbstverständlich von der Marine beschützt. Genaugenommen gab es sogar einen Vizeadmiral, welcher für den Schutz dieser Adeligen zuständig war. Daher die erhöhte Marineaktivität.

      Nach mehreren Monaten des Ausbleibens von Aufträgen, in denen Henry gezwungenermaßen auf Alkohol und Glücksspiel verzichten musste, hungerte Caius extrem und bettelte auf der Straße. Da Henry Zuhause war, gab er seinen Sohn auch nicht zu Skyler und da er allgemein nicht gern von Almosen lebte, lehnte er ihre Hilfe bezüglich Geld ab. So mussten die Beiden von Müll und Dreck leben. Schließlich kam jedoch die Erlösung, ein Auftrag vom Zunder Besitzer. Es ging um die Abholung einer ganz besonderen Frucht, mit der eine beachtliche Bezahlung einherging. Zumindest wenn der Auftrag ausgeführt wurde. Die Reise zum Kontaktmann, der besagte Frucht besaß, verlief ohne Probleme. Keine Piraten und auch die Marine kam ihnen nicht in die Quere. Die Ware befand sich in einer aus Kiefernholz bestehenden Truhe und wurde den Schmugglern, so auch Henry und Cas, präsentiert. Gerade Caius war sehr interessiert an diese Frucht. Nicht weil es eine Teufelsfrucht war, das wusste er nämlich nicht, sondern weil sie Essbar aussah. Die Schmuggler waren nämlich nicht gerade die besten Kameraden, sie teilten ihr Proviant nicht und da Henry kein Geld hatte konnten er und sein Sohn, während dieser drei tägigen Reise, nichts essen. Cas lief förmlich das Wasser im Mund zusammen. Schließlich wurde die Truhe im Frachtraum verlagert und sich auf die Rückreise nach Panom Blintz gemacht. Schon am Ersten Tag der Heimreise, konnte der Blondhaarige an nicht anderes als die verdammte Frucht im Frachtraum denken, wie soll man es ihm dann übel nehmen, dass er am zweiten Tag sich nicht mehr beherrschen konnte. Denn an diesem schlich er sich früh morgens, als die meisten noch schliefen, in den Frachtraum. Es war ein dunkles und muffiges Zimmer, doch da Caius die Truhe bereits kannte, fand er diese ziemlich schnell. Zu seinem leid war diese jedoch verschlossen und wo der Schlüssel war, wusste der Junge nicht. Doch sein Hunger war zu groß, es war ihm egal ob er Lärm machte und entdeckt wurde. Daher schmiss er immer und immer wieder diese Truhe auf den Boden. Schmiss sie gegen die Wände und das unaufhörlich. Natürlich hatte er Glück. Das Holz knarzte und gab nach. Ihm offenbarte sich die begehrte Frucht und ohne nachzudenken, aß er sie. Er wollte sie genießen, doch hatte Cas Angst, ihm würde sie weggenommen werden, wenn er sich nicht beeilt. Die Befürchtung war nicht zu unrecht da, durch den Lärm den der Junge veranstaltet hatte, sind die anderen Schmuggler wach geworden und den Geräuschen nach zu urteilen, suchten diese bereits das Schiff ab. Mit großem Bissen verschlang der Siebenjährige die Frucht des Teufels und auch wenn sie eklig geschmeckt hatte, war er durchaus schon schlimmeres gewohnt. Sie sättigte ihn und das war alles was für ihn zählte. Minuten vergingen in denen Cas einfach zufrieden da saß, es kümmerte ihn nicht, ob er dafür Ärger bekommen sollte oder nicht. Für ihn war die Welt jetzt einfach nur schön und glücklich. Zu seinem Leid, kam einer der Schmuggler in das Lager und entdeckte den Jungen sowie die zertrümmerte Truhe. Es dauerte nicht lange, da hatte dieser eins und eins zusammengezählt und wutentbrannt Caius gepackt und hinaus geschliffen. Laut fluchend rief er die anderen Besatzungsmitglieder zusammen und diese versammelten sich um Cas. Darunter auch sein Vater, der ihn nur kalt und zornig ansah. Schnell wurden die Fakten auf den Tisch gelegt und eine hitzige Diskussion entstand in der es darum ging, wie sie nun handeln sollten. Die einen meinten man solle den Bengel abmurksen, die Anderen waren der Ansicht, man müsse jetzt ihn statt der Frucht ausliefern, immerhin hat er jetzt besagte Kraft. Doch meistens ging es nur um Beleidigungen und Schuldzuweisen dem Vater gegenüber. Die ganze Situation war nach Meinung der Leute seine Schuld. Henry ging diese alles jedoch vollkommen gegen den Strich. Wütend packte er den größten Heeresredner am Kragen und verpasste ihm eine Kopfnuss, als die anderen Schmuggler ihn angreifen wollten, zog van Quinzel sein Schwert und machte den Leuten klar, dass sie ihm besser nicht zu nahe kommen sollten. Schließlich begann er selbst zu reden. Dabei machte Henry deutlich, dass er es für das Beste halte seinen Sohn an den Casinobesitzer auszuliefern und auf die Bezahlung zu verzichten, damit alles sich in wohl gefallen auflöst. Caius konnte nicht glauben was er da hörte. Er wusste zwar, dass sein Vater ihn nicht mochte, doch das dieser ihn für solch einen Fehler an eine andere, fremde Person ausliefern wollte, das konnte er nicht fassen. Trotzdem sprach er kein Wort. Seine anfängliche Freude und Glücksgefühle wichen der Angst vor seinem Vater. Die Schmuggler beruhigten sich wieder und nahmen den Vorschlag von Henry an. Jedoch wurde Cas am Mast festgebunden, aus Angst er würde versuchen sich zu verstecken oder gar zu fliehen.

    • Caius van Quinzel hat das Thema "Caius van Quinzel" erstellt. 28.11.2018

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